Kickern.

Du meinst: Tischfußball.

Da gibts Vereine und Ligen und Weltmeisterschaften!

Ich dachte, das wird in Kneipen gespielt?!

Ja, aber das ist nur der Anfang …

Im April 2016 wurde der Kicker Syndikat Magdeburg e.V. gegründet. In ihrer ersten Saison schaffte es die Mannschaft in die Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga. Beachtlich. Derzeit gibt es nur diesen einen Kickerverein in Magdeburg und auch im Rest von Sachsen-Anhalt sind es nicht viel mehr. Dabei finden sich in den Kneipen und Kultureinrichtungen Magdeburgs immer mehr Leute am Tischfußball ein, egal ob in der Sternbar, dem Jakelwood, der Kunstkantine oder der Kiste. Der Kneipensport gewinnt an Zuwachs. Was macht den Reiz aus?

Ich bin grundsätzlich ein Spielekind. Teamspiele, Herausforderungen – Was man am Spielen so alles mögen kann. Es ist auf jeden Fall mindestens genauso aufregend wie ein Auftritt mit ner Band. Wenn man bei einem Turnier mitspielt, ist es wie bei jeder anderen Sportart. Man hat einen gewissen Ehrgeiz zu gewinnen, eine gewisse Leistung zu bringen. Das macht einfach Spaß.

Doch es geht nicht nur um Spaß, sondern um die ständige Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, sich weiterzuentwickeln und die Herausforderung durch wechselnde GegenspielerInnen. So kam es nach reiflicher Überlegung zur Vereinsgründung. Zehn Leute sind derzeit Mitglied im Kicker Syndikat Magdeburg e.V., aber um mit ihnen zu spielen bzw. zu trainieren, müsst ihr nicht unbedingt im Verein sein. Jeden Dienstag und Donnerstag findet in Buckau das Training statt. Seit diesem Jahr gibt es am ersten Donnerstag im Monat ein Turnier. Bei der sogenannten Stadtliga werden dann aus allen Interessierten vor Ort die Teams zusammengestellt. Ihr könnt einfach vorbeikommen (Schönebecker Straße 82-84, 39104 Magdeburg) bzw. den Verein über deren Facebook-Präsenz kontaktieren.

Und vielleicht werdet ihr auch Mitglied im Verein?!

Mehr Mitglieder wären natürlich sehr schön. Dadurch gibt’s mehr Austausch und man kann voneinander profitieren. Wenn man jetzt mal nur zu acht ist, dann wird’s teilweise langweilig, weil man die Spielweisen der anderen kennt. Das ist irgendwann berechenbar und einfacher zu gewinnen. Wenn du immer mal Leute hast, die anders spielen, musst du dich immer wieder neu einstellen, das ist ein gutes Training für Ligaspiele, weil du da die Leute nicht kennst und nicht weißt, wie sie spielen. Grundsätzlich, klar mehr Mitglieder. Wir würden auch, wenn wir noch zwei Tische dazubekommen, umziehen in einen größeren Raum, aber das lohnt sich erst, wenn mehr Mitglieder kommen.

Aktuelles Ziel ist das Erreichen der Regionalliga und die Steigerung der Popularität des Kickerns. Es handelt sich hier um einen Randsport, bei dem es aber auch internationale Wettbewerbe gibt. Genau wie beim Fußball treffen sich die Nationen zum Kräftemessen bei Weltmeisterschaften. Es kann auch an einem Tisch anstrengend sein, das Runde ins Eckige zu bekommen. Der Ball bewegt sich viel schneller als beim Ballspiel auf dem Großfeld. Dafür dauern die Spiele nicht so lange, aber die Grundregel lautet auch hier: Fair Play. Achja, Durchdrehen geht gar nicht.

Sport frei 🙂

Interview: Lydia Flössel und Martin Hoffmann

Interviewpartner: Kicker Syndikat Magdeburg e.V.

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